Schuberts Winterreise – Einsame Zweisamkeit

Bariton und Klavier: Lorenz Blattert Klavier und Bariton: Max Rädlinger

Beschreibung:

Die Winterreise von Franz Schubert dürfte einer der bekanntesten und meistaufgeführten Liederzyklen 

überhaupt sein. Nahezu jeder ist mit Melodien aus dem Zyklus – zumindest jedoch mit dem Lied Der 

Lindenbaum – vertraut, die Themen - unglückliche Liebe, Verlust und Einsamkeit – sind allgegenwärtig 

und auch heute noch höchst aktuell. Es geht um einen jungen Mann, der nachts – aus einem Grund, der 

unbekannt bleibt – seine Geliebte verlässt, in die Natur hinaus flieht und dort im Laufe der 24 Lieder, die 

den Zyklus bilden, zunehmend an seinem Gram zugrunde geht. 

Klassischerweise wird der Abend von zwei Personen gestaltet: Dem Sänger, der durch die Texte von  Wilhelm Müller und Franz Schuberts Melodien das Publikum die Emotionen des Protagonisten erleben  lässt und dem Pianisten, der diese mit den einzigartigen Harmonien Schuberts untermalt. Jeder der  beiden steht für sich allein und doch bilden sie in den Liedern zusammen eine Einheit.  Diese Konstellation ist es, die wir bei unserer Winterreise erforschen und in den Vordergrund stellen  wollen. Denn hat der Pianist nicht auch das Verlangen, Worte zu finden, die er am Klavier nicht  formulieren kann? Verfügt nicht auch der Sänger über Gefühle, die teilweise mit Sprache nicht mehr  artikulierbar sind? Erlebt nicht jeder der beiden Interpreten dieselbe Reise und dieselbe Musik? Warum  also strikt nach Sänger und Pianist trennen? In unserer Winterreise beschreiten die beiden Künstler die Reise nach außen hin gemeinsam;  abwechselnd sitzen sie am Klavier beziehungsweise übernehmen den Part des Sängers und teilen sich so  gewissermaßen auch das Leid des Protagonisten. Doch ist geteiltes Leid wirklich nur halbes Leid? „Einsame Zweisamkeit“ – so haben wir unser Programm genannt. Denn obwohl die Musiker zu zweit durch  den Winter reisen, sind sie doch völlig einsam und können nicht zueinander finden – wie der Protagonist  der Lieder und seine Geliebte. So wirken die Wechsel von Sänger zu Klavier, von Klavier zu Sänger wie ein verzweifelter Versuch der Annäherung, der von vornherein zum Scheitern verurteilt ist – eben wie die  Reise des Protagonisten. Das wird spätestens beim letzten Lied, dem Leiermann deutlich: Spielt das Klavier Melodien, schweigt  der Sänger. Singt dieser, so finden sich im Klavier keine Melodien mehr. Der Versuch eines Miteinanders ist missglückt. Im Lied spricht der Protagonist davon, sich gemeinsam mit dem Leiermann auf den Weg zu  machen, dieser soll ihn bei seinen Liedern auf der Leier begleiten. So begeben sie sich auf eine eben  solche Reise, wie sie die beiden Interpreten hinter sich haben. Gemeinsam und doch jeder mit seinen  Emotionen alleine und ohne Anschluss. Eine einsame Zweisamkeit. Eine echte Winterreise.

Termine:

Sonntag, 11.02.2018, 17.00 Uhr, Rathaus, Pfaffenhofen an der Ilm Liederabend (zur Konzertkritik in der Pfaffenhofener StadtZeitung)  Freitag, 16.02.2018, 19.00 Uhr, HfKM, Regensburg Liederabend Sonntag, 25.02.2018, 18.00 Uhr, Schäfers Kultur Stadel, Wain Liederabend Samstag, 10.03.2018, 19.00 Uhr, Bickenbach Liederabend Sonntag, 11.03.2018, 15.30 Uhr, Mönchengladbach Liederabend Samstag, 24.03.2018, 17.00 Uhr, Thon-Dittmer-Palais, Regensburg Benefizkonzert 

Lorenz Blattert:

Lorenz Blattert wurde 1996 in Würzburg geboren. Früh sammelte er Chorerfahrung beim Thomanerchor  Leipzig, dem er von 2005 bis 2010 angehörte. Neben Reisen durch ganz Europa, nach Japan, Singapur und Australien sang er für eine Spielzeit an der Oper Leipzig den Zweiten Knaben in W. A. Mozarts  Zauberflöte. 2010 wechselte er zu den Regensburger Domspatzen, wo er bis zu seinem Abitur 2015 blieb  und dort auch Max kennenlernte. Neben mehreren Förderpreisen erhielt der Schüler Preise auf  Bundesebene beim Wettbewerb Jugend Musiziert in den Kategorien Gesang und Kunstlied. Nach Abschluss  der Schule hatte Lorenz für ein Jahr Gesangsunterricht an der Musikhochschule Würzburg, nun studiert er  seit dem Wintersemester 2017 in Regensburg Gesang bei Dorothée Rabsch. Außerdem gründete er vor ein paar Jahren das A Cappella- Ensemble Free Vocals und ist regelmäßig in Regensburg und Umgebung als  Kantor und Solist zu hören. 

Projekt Winterreise

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Schuberts Winterreise –

Einsame Zweisamkeit

Bariton und Klavier: Lorenz Blattert Klavier und Bariton: Max Rädlinger

Beschreibung:

Die Winterreise von Franz Schubert dürfte 

einer der bekanntesten und meistaufgeführten 

Liederzyklen überhaupt sein. Nahezu jeder ist 

mit Melodien aus dem Zyklus – zumindest 

jedoch mit dem Lied Der Lindenbaum – 

vertraut, die Themen - unglückliche Liebe, 

Verlust und Einsamkeit – sind allgegenwärtig 

und auch heute noch höchst aktuell. Es geht 

um einen jungen Mann, der nachts – aus einem 

Grund, der unbekannt bleibt – seine Geliebte 

verlässt, in die Natur hinaus flieht und dort im 

Laufe der 24 Lieder, die den Zyklus bilden, 

zunehmend an seinem Gram zugrunde geht.

Klassischerweise wird der Abend von zwei Personen gestaltet: Dem  Sänger, der durch die Texte von Wilhelm Müller und Franz Schuberts  Melodien das Publikum die Emotionen des Protagonisten erleben lässt  und dem Pianisten, der diese mit den einzigartigen Harmonien Schuberts untermalt. Jeder der beiden steht für sich allein und doch bilden sie in  den Liedern zusammen eine Einheit. Diese Konstellation ist es, die wir bei unserer Winterreise erforschen  und in den Vordergrund stellen wollen. Denn hat der Pianist nicht auch  das Verlangen, Worte zu finden, die er am Klavier nicht formulieren  kann? Verfügt nicht auch der Sänger über Gefühle, die teilweise mit  Sprache nicht mehr artikulierbar sind? Erlebt nicht jeder der beiden  Interpreten dieselbe Reise und dieselbe Musik? Warum also strikt nach  Sänger und Pianist trennen? In unserer Winterreise beschreiten die beiden Künstler die Reise nach  außen hin gemeinsam; abwechselnd sitzen sie am Klavier  beziehungsweise übernehmen den Part des Sängers und teilen sich so  gewissermaßen auch das Leid des Protagonisten. Doch ist geteiltes Leid  wirklich nur halbes Leid?  „Einsame Zweisamkeit“ – so haben wir unser Programm genannt. Denn  obwohl die Musiker zu zweit durch den Winter reisen, sind sie doch  völlig einsam und können nicht zueinander finden – wie der Protagonist  der Lieder und seine Geliebte. So wirken die Wechsel von Sänger zu  Klavier, von Klavier zu Sänger wie ein verzweifelter Versuch der  Annäherung, der von vornherein zum Scheitern verurteilt ist – eben wie  die Reise des Protagonisten. Das wird spätestens beim letzten Lied, dem Leiermann deutlich: Spielt  das Klavier Melodien, schweigt der Sänger. Singt dieser, so finden sich im Klavier keine Melodien mehr. Der Versuch eines Miteinanders ist  missglückt. Im Lied spricht der Protagonist davon, sich gemeinsam mit  dem Leiermann auf den Weg zu machen, dieser soll ihn bei seinen  Liedern auf der Leier begleiten. So begeben sie sich auf eine eben  solche Reise, wie sie die beiden Interpreten hinter sich haben.  Gemeinsam und doch jeder mit seinen Emotionen alleine und ohne  Anschluss. Eine einsame Zweisamkeit. Eine echte Winterreise.

Termine:

Sonntag, 11.02.2018, 17.00 Uhr, Rathaus, Pfaffenhofen an der  Ilm Liederabend (zur Konzertkritik in der Pfaffenhofener StadtZeitung)  Freitag, 16.02.2018, 19.00 Uhr, HfKM, Regensburg Liederabend Sonntag, 25.02.2018, 18.00 Uhr, Schäfers Kultur Stadel, Wain Liederabend Samstag, 10.03.2018, 19.00 Uhr, Bickenbach Liederabend Sonntag, 11.03.2018, 15.30 Uhr, Mönchengladbach Liederabend Samstag, 24.03.2018, 17.00 Uhr, Thon-Dittmer-Palais, Regensburg Benefizkonzert 

Lorenz Blattert:

Lorenz Blattert wurde 1996 in Würzburg geboren. Früh  sammelte er Chorerfahrung beim Thomanerchor  Leipzig, dem er von 2005 bis 2010 angehörte. Neben  Reisen durch ganz Europa, nach Japan, Singapur und  Australien sang er für eine Spielzeit an der Oper Leipzig  den Zweiten Knaben in W. A. Mozarts Zauberflöte. 2010  wechselte er zu den Regensburger Domspatzen, wo er  bis zu seinem Abitur 2015 blieb und dort auch Max kennenlernte. Neben  mehreren Förderpreisen erhielt der Schüler Preise auf Bundesebene  beim Wettbewerb Jugend Musiziert in den Kategorien Gesang und  Kunstlied. Nach Abschluss der Schule hatte Lorenz für ein Jahr  Gesangsunterricht an der Musikhochschule Würzburg, nun studiert er  seit dem Wintersemester 2017 in Regensburg Gesang bei Dorothée  Rabsch. Außerdem gründete er vor ein paar Jahren das A Cappella-  Ensemble Free Vocals und ist regelmäßig in Regensburg und Umgebung  als Kantor und Solist zu hören. 

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